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    Zweijährige Berufsfachschule

Zweijährige Berufsfachschule - Wirtschaft (2BFW)


1. Allgemeines

Die zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft führt ihre Schüler/innen zur Fachschulreife, die der "Mittleren Reife" entspricht. Sie bietet damit begabten und interessierten jungen Menschen eine vertiefte Allgemeinbildung und eine Einführung in die Berufsbildung im Besonderen in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung.

2. Aufnahmevoraussetzungen

In diese Schulart können Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden:

  • mit Hauptschulabschluss (bzw. Mittelschulabschluss nach Klasse 9), wobei Schüler/innen aus Bayern zusätzlich den Nachweis der Teilnahme an der Prüfung zum qualifizierenden Mittelschulabschluss benötigen
  • mit dem Abschlusszeugnis des Berufseinstiegsjahres
  • mit Versetzungszeugnis in die Klasse 10 der Realschule oder des Gymnasiums des neunjährigen Bildungsganges (G9) oder mit Versetzungszeugnis in die Klasse 9 des Gymnasiums des achtjährigen Bildungsganges (G8), oder, sofern eine Versetzung nicht erfolgen konnte
  • mit dem nach Besuch der Klasse 9 erteilten Abgangszeugnis der Realschule oder des Gymnasiums des neunjährigen Bildungsgangs (G9) oder mit dem nach Besuch der Klasse 8 erteilten Abgangszeugnis des Gymnasiums des achtjährigen Bildungsgangs (G8), wobei jeweils in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ein Durchschnitt von 4,0 erreicht sein muss und höchstens eines dieser Fächer mit der Note „mangelhaft“ bewertet sein darf

Sofern nach Aufnahme aller Bewerber, die die Voraussetzungen erfüllen, noch nicht alle Plätze des Profils besetzt sind, kann der Schulleiter außerdem Bewerber mit dem Versetzungszeugnis in die Klasse 9 der Realschule, Werkrealschule, Mittelschule oder Hauptschule aufnehmen, wenn im Versetzungszeugnis in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik jeweils mindestens die  Note „befriedigend“ erzielt wurde.

3. Bildungsabschluss und berufliche Möglichkeiten

Am Ende der zweiten Klasse der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft wird eine Abschlussprüfung durchgeführt. Sie besteht aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. Die Schüler/innen erhalten nach bestandener Prüfung das Zeugnis der Fachschulreife.

Diese Fachschulreife ermöglicht:

  • den sofortigen Eintritt in das Berufsleben. Hierbei ist die Berufsschulpflicht erfüllt, wenn nicht ein Ausbildungsverhältnis eingegangen wird
  • eine qualifizierte Ausbildung in einem Ausbildungsberuf, z. B. bei Banken, Versicherungen, Industrie, Handel, Post, Bahn, Justiz- und Kommunalverwaltung im mittleren Verwaltungsdienst (Beamtenlaufbahn)
    Im Rahmen der Richtlinien der Industrie- und Handelskammer kann die Ausbildung verkürzt werden
  • jede Ausbildung, die einen mittleren Bildungsabschluss voraussetzt
  • den Besuch eines Berufskollegs, das nach 2 Jahren zur Fachhochschulreife führen kann
  • den Übertritt in ein Berufliches Gymnasium (z.B. Wirtschaftsgymnasium, Biotechnologisches Gymnasium oder Technisches Gymnasium), wenn in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik die Durchschnittsnote befriedigend (3,0) erreicht wird

5. Unterichtsfächer

Allgemein bildender Bereich
Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte mit Gemeinschaftskunde, Religionslehre / Ethik, Sport und ein weiteres Fach

Fachbezogener Bereich
Berufsfachliche Kompetenz (Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Datenverarbeitung)
Berufspraktische Kompetenz (Textverarbeitung mit Büropraxis)