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Auf ein Neues – nach London oder Dublin?!

[HO] Das Schuljahr ist noch recht jung, aber es ist schon wieder Zeit für unser nächstes Erasmus-Projekt zu planen. So geschehen am Mittwoch, den 10.10.2018. Bei einer kurzen Informationsveranstaltung für die Lehrjahre 1 und 2 der Industriekaufleute des BSZ Wertheim wurde unser Projekt, das nunmehr im fünften Jahr läuft, kurz vorgestellt.

Unterstützt wurde der Erasmus-Koordinator zum einen durch Kollegin Ramona Gründer, die ihrerseits das neue KA2-Projekt des BSZ koordiniert und zum anderen durch vier Teilnehmerinnen und einen Teilnehmer des diesjährigen Projektes. Diese sind erst Anfang September aus London bzw. Dublin wieder nach Hause gekommen. Sie konnten somit aus erster Hand über ihre Erfahrungen sprechen und etwaige Fragen beantworten.

Nun gilt es den Rücklauf zu sichten und entsprechend Anfang des kommenden Jahres den Antrag erneut zu stellen mit der Hoffnung, dass dieser wieder genehmigt wird und unsere Auszubildenden abermals die Möglichkeit erhalten, Erfahrungen im Ausland zu machen.

Welche Zustimmung unser Projekt erfährt, ist ersichtlich durch die Rückmeldung von Unternehmen, die selbst wenn sie Auslandsaufenthalte unternehmensintern organisieren, unser Engagement als sehr erstrebenswert empfinden und dies uns auch kommunizieren. Vielen Dank hierfür.

Mit Blick auf das Erasmus Plus Projekt 2017/18 kann gesagt werden, dass die Nationale Agentur uns nach Evaluierung des Abschlussberichtes, der mit 91 von 100 Punkten bewertet wurde, die restliche Förderung genehmigt hat. Ein gelungener Abschluss, wie wir finden. Einige Erfahrungsberichte sind hier auch nachlesbar.

Erfahrungen aus dem Projekt 2017/18

[HO] Lesen Sie hier einige Auszüge der Erfahrungen unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Texte sind ausgewählt und gekürzt, liegen in der Schule und auch auf Anfrage in vollständiger Form gedruckt vor.

Laura Duda, Sprachcaffee London

Ich entschied mich relativ schnell dafür, an dem von unserer Schule angebotenen Erasmus-Projekt teilzunehmen, denn mir war von Anfang an klar, dass man eine solche Chance nutzen sollte. Meine Hauptmotivation hierbei war in erster Linie mein Englisch zu verbessern und weitere Auslands- erfahrungen zu sammeln, da ich London bereits kannte, es aber nochmal von einer anderen Seite aus kennenlernen wollte. Als ich dann Bescheid bekam für die Sprachreisenagentur Sprachcaffee, welche ich bereits vom Namen kannte, arbeiten zu dürfen, war die Vorfreude umso größer. Nachdem verschiedene Vorbereitungen getroffen wurde, wie beispielweise vorab einen Sprachtest durchzuführen und sich über das zugeteilte Unternehmen vorab zu informieren und einen kurzen Bericht zu verfassen, ging es für mich zusammen mit 3 weiteren Schülerinnen Anfang August 2017 nach London.

[…] Am nächsten Tag fand eine Art Einführungstag statt und wir trafen uns mit vielen anderen Praktikanten im ADC- college, welches für die Planung und Durchführung dieses Projekts zuständig war. Wir erhielten Informationen für die weiteren Abläufe, Wegbeschreibungen zu unseren Praktikumsstellen und vieles mehr. Grundsätzlich war das gesamte Projekt sehr gut organisiert und man hatte jederzeit einen Ansprechpartner zu Verfügung, welchen man bei Problemen oder Ähnlichem kontaktieren konnte, wodurch man sich von Anfang an sehr sicher fühlte und mögliche Bedenken relativ schnell verflogen waren.

Am darauffolgenden Tag begann unser Praktikum. Nach ca. 70 min Fahrzeit von meiner Gastfamilie wurde ich freundlich in der St. Margret School in Bushey empfangen, in welcher Sprachcaffee die Sommerkurse für Schüler aus aller Welt anbietet. Die Gegend und das Gelände gefielen mir besonders gut und ich kam jeden Tag wieder gern dorthin. Ich erhielt einen guten Einblick über den gesamten Ablauf und die Planung und Organisation eines Sprachaufenthaltes. […]

Abschließend kann ich jedem empfehlen ein solches Projekt mitzumachen! Neben Englisch lernt man viele tolle Leute, eine neue Kultur und Lebensweise kennen. Umso glücklicher bin ich, dass ich den Kontakt vor allem zu meiner Betreuerin Maya, welche meine direkte Ansprechpartnerin von Sprachcaffee, gleichzeitig aber auch Mitarbeiterin des ADC-Colleges war, halten konnte und dieses Jahr erneut kommen durfte, um für Sprachcaffee zu arbeiten.

Stephanie Eckert, FMC Financial Management Consultants

Entschieden habe ich mich dafür an diesem Praktikum teilzunehmen, um meine Kenntnisse in der englischen Sprache zu festigen, gerade im Bereich des Sprechens. Auch ist es immer sehr aufregend neue Länder und die Gewohnheiten anderer Menschen zu erkunden. Gerade die Chance in ein ausländisches Unternehmen schnuppern zu können bekommt man doch eher selten.

Mein Arbeitsplatz in Dublin, FMC Financial Management Consultants, hat mich auch nicht enttäuscht. Mir wurden viele Aufgaben zugeteilt, die ich schon recht schnell selbstständig erledigen konnte und auch meine Arbeitskollegen lehrten mich viel über die Gewohnheiten der Iren. Ich habe hier gelernt nicht immer alle Aufgaben stur durchzuarbeiten, sondern mir auch mal Zeit zu nehmen, um mich mit meinen Kollegen zu unterhalten. Ebenfalls war ich sehr begeistert von dem entspannten Umgang, den die Menschen in dem Unternehmen miteinander hatten. […]

Nach meinem dreiwöchigen Aufenthalt in Dublin habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Iren von Grunde auf sehr höfliche, hilfsbereite und entspannte Menschen sind und bin der Meinung, dass wir Deutschen uns davon eine ordentliche Scheibe abschneiden sollten. Seit ich wieder hier bin versuche ich auch alles etwas ruhiger und mit einer positiven Einstellung anzugehen. Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen haben an diesem Projekt teilzunehmen und würde dies auch jedem anderen sehr empfehlen.

Agathe Holzmann, John O‘Connor Solicitors

Im Zeitraum vom 22 Oktober bis 11 November 2017 hatte ich die Möglichkeit ein Praktikum in der Anwaltskanzlei „John O`Connor Solicitors“ in Dublin zu machen. Die Arbeit in der Kanzlei hat mir sehr viel Spaß gemacht, woran meine vorrübergehenden Kollegen aus Dublin einen großen Anteil hatten. Sie haben mich von Anfang an sehr freundlich aufgenommen, mir einiges erklärt, mich unterstützt in jeglichen Anliegen und Fragen unterstützt und haben mir sofort meine Unsicherheit genommen.

[…]

Allgemeiner Eindruck: Meine Motivation an dem Projekt teilzunehmen war, meine Angst davor zu überwinden, mich in einem fremden Land und mit der englischen Sprache zurecht zu finden. Es war mir wichtig diese Hemmungen zu überwinden und die Fremdsprache zu verbessern. Des Weiteren wollte ich natürlich auch Irland kennenlernen. Abschließend kann ich sagen, dass das Projekt für mich ein großer Erfolg war. Es machte mir sehr viel Spaß drei Wochen Englisch zu sprechen und in Irland kennenzulernen. Ich durfte einiges über die Kultur, Landschaft und Menschen in Irland kennenlernen. Aufgrund der vielen Kontrakte, die ich während dieser Zeit knüpfen konnte freue ich mich schon auf das nächste Mal, wenn ich nach Dublin zurückkomme.

Yanlei Ji

Um meine Englischen Sprachkenntnis zu verbessern habe ich am Erasmus Projekt in Dublin teilgenommen. Auf einer Seite kann ich die Kulturen in Irland bzw. in Dublin erfahren und auf anderer Seite kann ich die Sprache durch Arbeit und Umgehen mit lokalen Leuten verbessern.

Daniela Mlynar, Microlease

Nach Ankunft am Flughafen in London Heathrow wurden wir im Auftrag des ADC Colleges von einem Taxifahrer zu unserer Gastfamilie gebracht. Wir waren vier Auszubildende in einer Gastfamilie. Die Gastmutter Monique und der Gastvater Freek haben uns herzlich aufgenommen. Monique zeigte uns die Wohnung und stellte uns zwei Schlüssel zur Verfügung, die wir uns aufteilen konnten, damit wir immer die Möglichkeit hatten ins Haus zu kommen. […]

[…] Ich war dem Unternehmen Microlease zugeteilt. Das Unternehmen ist für die Vermietung, Finanzierung und den Verkauf unterschiedlicher Messtechniken zuständig.  Am ersten Tag bekam ich einen Rundgang durch das Unternehmen. Im Unternehmen arbeiten etwa 250 Mitarbeiter. Nach dem Rundgang wurde ich der Marketingabteilung zugeteilt. Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich, hilfsbereit und dankbar für jede Arbeit, die man ihnen abnahm. Innerhalb des zweiwöchigen Praktikums waren meine Aufgaben sehr vielfältig. […]

Am letzten Tag unseres Aufenthalts wurden wir von einem Taxifahrer zum Flughafen gebracht. Es waren sehr schöne zwei Wochen in London und der Abschied fiel überraschend schwer. Die Zeit verging sehr schnell und ich hätte gerne eins bis zwei Wochen angehängt. Trotz der kurzen Zeit hat sich der Aufenthalt sowohl für meine Sprachkenntnisse als auch für eine neue Erfahrung gelohnt.  Es gibt so viel in London zu erleben und man erhält so viele neue Eindrücke. Ich würde das Projekt jedem, der die Möglichkeit hat daran teilzunehmen, weiterempfehlen. Verlieren kann man dabei nichts, nur eine neue Lebenserfahrung dazugewinnen.

Marie-Luise Müller

Am Samstag den 27.08.2017 bin ich mit einer Schulkameradin am Flughafen in London Heathrow angekommen. […]

Da am Montag, den 28.08.2017 ein Feiertag in London war, haben wir den Tag genutzt, um nochmals Zeit in der Stadt zu verbringen. Außerdem schauten wir uns den Umzug des „Notting Hill Carnival“ an.

Am Dienstag, den 29.08.2017 mussten wir um 09:00 Uhr am ADC College zur Einführungsveranstaltung gehen. Wir bekamen Informationen zu unserem Praktikumsplatz, zu London und zu sonstigen wichtigen Dingen zum ADC College. Außerdem bekamen wir Bewertungsbögen, die wir am Ende unseres Praktikums ausfüllen sollen. (Bewertung des Praktikumsplatzes, der Gastfamilie und des ADC College) […] Am Mittwoch, den 30.08.2017 war unser erster Arbeitstag. Leider hatten wir einen etwas „holprigen“ Einstieg. Im Unternehmen angekommen, saßen wir eine halbe Stunde auf dem Sofa der Rezeption und haben gewartet, bis uns jemand empfängt. Unsere Ansprechpartnerin hat uns nicht begrüßt. Anschließend begrüßte uns eine Frau, die uns kurz die verschiedenen Räume des Unternehmens zeigte. Danach wurde ich an die Rezeption gesetzt. Mir wurde grob erklärt, dass ich die Anrufe entgegennehmen sollte und die Personen danach weiterverbinden sollte. Hierfür wurde mir eine Liste der Namen von Mitarbeitern des Unternehmens und der jeweiligen Telefonnummer vorgelegt. Dadurch, dass ich keine „richtige“ und „genaue“ Einführung am Telefon und an meinem nun neuen Arbeitsplatz bekam, war ich als mal überfordert mit den Anrufen. Nachdem unser erster Arbeitstag zu Ende war, gingen wir zu unserer Ansprechpartnerin und stellten uns ihr vor. Außerdem teilten wir ihr mit, dass wir gerne eine andere Arbeit erledigen würden, da das Telefonieren am Anfang noch zu schwierig sei. Sie verstand unser Anliegen und organisierte uns einen „neuen“ Arbeitsplatz.

[…]

Das zweiwöchige Praktikum in London war eine sehr gute Erfahrung für mich. Ich lernte eine neue Kultur und neue Leute kennen. Außerdem konnte ich meine Englischkenntnisse verbessern und zusätzlich eine schöne Stadt anschauen. Ich empfehle jedem, der diese Möglichkeit hat, das Praktikum zu machen. Es lohnt sich!

Victoria Schlegel, Concept Care Solutions (CCS)

[…]

[…] Ich machte mein Praktikum bei Concept Care Solutions in Edgware. Das ist eine Personalvermittlungsfirma für Ärzte, Krankenschwestern oder Krankenpfleger. Die Firma befand sich in einem Gebäude, in dem sehr viele andere Firmen waren. Am ersten Tag wurden mir alle Kollegen vorgestellt und deren Aufgabenbereiche erklärt. Ich wurde sofort mit in die Arbeit eingebunden. Man kann aber auch einige Unterschiede im Vergleich zu Deutschland sehen: Es gibt meistens Großraumbüros mit mindestens 20 Mitarbeitern, sie fangen erst gegen 10 Uhr an zu arbeiten und die Arbeitsweise ist anders. Dementsprechend waren die Mitarbeiter in der Firma sehr von dem deutschen Arbeitstempo und Motivation erstaunt. […]

Als ich von diesem Erasmusprojekt gehört hatte, habe ich mich sehr gefreut und habe mich angemeldet. Ich war sehr auf das Leben in London, das Arbeiten in London und auch auf die Stadt gespannt. Die Organisation von dem ADC-College war sehr gut. London ist so eine schöne Stadt, dort leben so viele Menschen mit verschiedenen Kulturen. Es gibt viele schöne Plätze und Sehenswürdigkeiten. Ich würde auf jeden Fall wieder an diesem Projekt teilnehmen, da man dadurch viele Erfahrungen sammeln kann, selbständiger wird und auch seine Sprachkenntnisse verbessert.

Esra Yüksel, CCS

Am Tag, nach der Anreise sind wir mit dem Bus zum ADC College gefahren. Dort wurden uns allgemeine Informationen wie z.B. zur Praktikumsstelle, Gastfamilie und Oyster Card übermittelt. Meine Praktikumsstelle war in dem Unternehmen Concept Care Solutions in Edgeware. […] Insgesamt hat mir mein Praktikum sehr gut gefallen, denn ich konnte innerhalb von 3 Wochen berufliche Erfahrungen sammeln, viele Einblicke gewinnen, sowie meine Sprachkenntnisse vertiefen. Nach ein paar Arbeitstagen hatte ich ein „Mentoring-Meeting“ im ADC College. Da ging es um ein kurzes Gespräch bzw. Rückmeldung, ob alles mit unserer Gastmutter und der Praktikumsstelle in Ordnung ist. Während meiner Zeit in London habe ich bei meiner Gastmutter in Northolt gewohnt. Zu der Arbeitsstelle habe ich ca. eine Stunde mit dem Bus gebraucht. Mit meiner Gastmutter habe ich mich von Anfang an gut verstanden, denn sie war sehr nett und hilfsbereit

Insgesamt hat mir mein Praktikum in London sehr gut gefallen und ich bin froh darüber, dass ich so eine Erfahrung machen durfte. […]

Nadja Ziegler

Von Frankfurt aus flogen wir nach London. Nach kurzer Verspätung des Mannes, der uns abholen sollte, wurden wir zu unserer Gastfamilie gebracht. Diese begrüßte uns herzlich. Wir wurden in zwei Zimmern untergebracht. Die Wohnung war sehr sauber und ordentlich. […] Die Gasteltern waren sehr um unser Wohl besorgt.

[…]

Zum Schluss mussten wir nochmal ins ADC-College. Hier fand ein Gespräch über unsere Zeit in London statt. Die Leute dort waren auch sehr nett. Am Tag der Abreise wurden wir von einem Taxi an den Flughafen gefahren. Das Taxi wurde auch von unseren Gasteltern gezahlt. Insgesamt blicke ich sehr positiv auf unsere Zeit in London zurück. Ich würde diese Erfahrung immer wieder gerne machen und kann auch allen anderen empfehlen, diese Chance zu nutzen.

Theresa Zipf, CCS

My name is Theresa, 27 years old. I would like to share some impressions of my stay in London with you. Why did I decide to take this opportunity to work in London? Because it´s a one and only chance to be a member of a company full of English-speaking people and to discover their work life. This way you see what it is like to work in a different country and in the same time you improve your English easily without even noticing.

[…]

Before I started working I had to visit the ADC-College. There we had a little introduction how to behave and some other helpful information about our stay in London. Next day I finally could go to work. I was a bit nervous because I didn’t know what to expect. My working hours were from 9 am to 5 pm. The first worker I met was the lady from the front office. She was very nice and the first thing she asked was if I would like to have a cup of tea. When I got my tea, it felt like I was sitting in front of the reception for hours just to wait until someone picks me up to start working. Finally, some more workers came into the office and I was led into the open office. Everything was very relaxed. All the people were very friendly and helped if help was needed. My highlight was that one of my coworkers took part at the TV- Show X-Factor and in the end, he was the winner J.

Fridays we had a little intern meeting at the open office. There we got snacks and drinks while one of our superiors held a little game about communication. With this game I realized that every person understands statements differently. The longer I worked with these people the more I felt comfortable and, in the end, I did not want to leave. I got a certificate from the company and a little gift as a farewell.

In my free time which was mainly the weekend I was doing some sightseeing. I was doing a hop on hop off tour with the bus, went to the London Bridge, the Tower of London, Westminster Abbey, the London Eye and many more interesting and historical places. In the period of my stay there was the Notting Hill Carnival going on. Lots of people gathered together, celebrated, drunk and smoked a lot. It was a lot of fun to be there.

I really would take this opportunity again to work in London. If I won´t get this opportunity, I will definitely go back to London for holidays.

Christian Zurstraßen, Irish Mortgage Brokers

Dank der Möglichkeit der BSZ Wertheim, der Firma real Innenausbau AG und dem ERASMUS-Projekt wurde mir die Möglichkeit gegeben an dem großartigen Projekt teil zu nehmen. Im Projektzeitraum habe ich bei einer Gastfamilie im Stadtteil Castleknock Nord-Westlich vom Dubliner Zentrum gewohnt. Meine Praktikumsstelle war bei Irish Mortgage Brokers.

Neben der Arbeitszeit hatten wir viel Zeit die Stadt und Umgebung zu erkunden. Unter anderem Besuchten wir die großen Sehenswürdigkeiten der Stadt und erkundeten bei verschiedenen Bustouren die Landschaft. Es fand eine sehr gute Betreuung durch das ADC-Collage statt, sodass wir immer einen Ansprechpartner bei Problemen und Fragen hatten. Dank der Offenheit und Hilfsbereitschaft aller konnte ich viel von der irischen Lebensweise kennenlernen. Gar ein paar irische Begriffe lernten wir kennen.

Europa erleben

[HO] Die Zeiten, in denen die Idee der europäischen Einigung sich besonderer Beliebtheit erfreute scheinen mit Blick auf rechts-konservative Regierungen in Polen, Ungarn, Österreich und Italien und anhaltender Skepsis auch in Deutschland sowie dem nahenden Austritt Großbritanniens aus der EU vorbei zu sein.

Um so wichtiger bleiben Versuche, den Menschen die Vorteile der europäischen Union zu verdeutlichen. Dies möchten wir am BSZ Wertheim nunmehr mim fünften Jahr mit dem Erasmus Plus-Projekt „Auslandspraktikum für Industriekaufleute“ ebenfalls unterstützen. Auch im Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2019 schicken wir Interessenten aus dem Bereich der kaufmännischen Berufsschule zu unserer Partnerorganisation, ADC Technology Ltd., nach London bzw. nach Dublin.

Sicher wird dies eine spannende Erfahrung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch wenn es sich „nur“ um einen relativ kurzen Aufenthalt von zwei bzw. drei Wochen handelt. Wichtig ist, was man daraus mitnimmt bzw. erst einmal, dass man sich zu diesem Schritt bereit sieht. Jedenfalls danken wir den Unternehmen, die ihren Auszubildenden diese Reise ermöglichen, denn sie zeigen damit auch, dass sie in die Zukunft investieren. Und mit Sicherheit werden sie motivierte und engagierte Angestellte für die Zukunft gewinnen.

Aber auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebührt unser Respekt. Viele unternehmen zum ersten Mal eine solche Reise. Sicher sind auch gemischte Gefühle dabei. Aber es wird sich lohnen, den Schritt gemacht zu haben.

Gleichzeitig mit dem Beginn des Projektes 2018/19, ist das Projekt des Vorjahres beendet. Die Teilnehmerinnen des zweiten Lehrjahres erhielten bei der gleichen Veranstaltung ihre Europässe Mobilität, die ihnen bescheinigen an dem Projekt teilgenommen zu haben. Der Abschlussbericht steht noch aus, aber dieser wird eine hoffentlich eine reine Formalie sein. Auf jeden Fall ist die Rückmeldung der Teilnehmerinnen und des Teilnehmers durchweg positiv. Es lohnt sich also wirklich, die zwei bis drei Wochen zu investieren und seine teils vorhandene Furcht zu überkommen.

Weiter hoffen wir, dass wir noch vielen Auszubildenden die Möglichkeit bieten können, Auslanderfahrungen zu machen. Aber auch in anderen Bereichen bewegt sich das BSZ Wertheim auf dem internationalen Parkett. Wir sind stolz sagen zu können, dass wir in den kommenden Jahren eine strategische Partnerschaft mit vier Schulen aus Italien, Bulgarien, Polen und der Türkei haben werden, die ebenfalls von der Europäischen Kommission finanziell großzügig unterstützt wird. Wir freuen uns auf diese Herausforderung.

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La Dolce Vita

Nachdem Deutschland sich schwer getan hat mit der Regierungsbildung, ist nun Italien in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zu guter Letzt steht nun die durchaus europakritische Regierung und man wird sehen, welche Folgen das haben wird. Dies ist hier aber nicht von Interesse. Hier geht es ums Menschliche und um bereits bestehende, gute Beziehungen. Hier geht es darum, von guten Freunden zu berichten. Es geht darum, den Besuch deutscher Schülerinnen und Lehrkräfte bei ihren italienischen Partnern Revue passieren zu lassen.

Es waren nur wenige, dafür aber intensive Tage, die wir in Gubbio verbringen durften. Genauer gesagt waren es acht Schülerinnen der Eingangsklasse bzw. des Berufskollegs am BSZ Wertheim. Nun ja, es sind vorwiegend unsere Schülerinnen, die bei solchen Austauschen aktiv sind, was merkwürdig und schade ist. Aber vielleicht trauen sich die jungen Herren nicht…naja, das starke Geschlecht. Jedenfalls kamen noch eine Handvoll Lehrkräfte hinzu inklusive unseres Schulleiters Herr Breuer.

Vorab kann man sagen, dass es eine intensive, durchaus anstrengende, aber sehr schöne Reise war, die wichtig ist für die Weiterentwicklung zum einen der eigenen Person, aber natürlich auch der europäischen Idee.

Wir kamen am Donnerstag Spätnachmittag in Pisa an. Nein, nicht bei der Schülerstudie, sondern in der Stadt mit dem „kaputten“ Turm und unternahmen noch eine gute zweistündige Reise von dort nach Gubbio, wo uns die Gastfamilien und Gastgeberinnen herzlich in Empfang nahmen. Die Eingewöhnung fand recht individuell in den Familien statt.

Der darauffolgende Freitag war durch offizielle Ereignisse geprägt. Zum einen lernten wir ein wenig die Schule kennen, zum anderen nahmen die Lehrkräfte zumindest an einer Diskussionsrunde zum Thema Ausbildung und Arbeitsmarkt teil. Am Nachmittag wurden wir gemeinsam noch durch den Bürgermeister von Gubbio, Filippo Mario Stirati, begrüßt und bekamen eine Führung durch den Palazzo dei Consoli.

Der Samstag wird in die Geschichte eingehen als der Tag der vielen Kirchen. Giovanna, die unseren Aufenthalt hauptsächlich begleitet und organisiert hatte, gab an diesem Tag ihr faszinierend umfangreiches Wissen über Franz von Assisi preis. Wir besuchten die Stadt und durften Giovanna als unsere Reiseführerin genießen. Sicher, die vielen Kirchen waren anstrengend und nicht jedes Detail aus dem Leben von Franz von Assisi ist bei uns hängen geblieben, aber wir haben einen guten Eindruck von seinem Leben gewinnen können und die Stadt hat einen eben solchen Eindruck auch bei uns hinterlassen.

Nochmals Mille Grazie Giovanna. Es war wirklich sehr bemerkenswert.

„Am Sonntag sollst du ruhen“, sagt man. Ja von wegen. Wir ruhten nicht, wir liefen. An einem wunderbaren Tag spazierte die ganze Gruppe, italienisch und deutsch gemeinsam auf dem antiken Aquädukt oberhalb der Stadt entlang. Während wir bei einem vorherigen Besuch am Ende bergab in die Stadt gingen, führte uns der Weg diesmal nach oben, zur Basilica di Sant’Ubaldo, dem Schutzpatron der Stadt. Hierher führt auch der aberwitzige Zug bei der Festa die Ceri. Der Weg war lang und teils steil. Kaum auszudenken, diesen Weg mit enorm schweren Säulen im Gepäck hoch zu jagen, was immer am 15. Mai der Fall ist. (damit ihr einen Eindruck erhaltet: https://www.youtube.com/watch?v=nBS90yBOxZE) Ach ja, und in der Basilika liegen dann auch die Gebeine von St. Ubaldo für alle Gläubigen sichtbar (aber auch ich habe sie gesehen). Mit der Seilbahn der Stadt ging es dann wieder nach unten. Ein tolles Erlebnis. Und den Abschluss des Tages bildete ein Abendessen organisiert vom Partnerschaftsverein in Gubbio. Wir haben gut gegessen, viel geredet und es wurde gesungen und gelacht. Ein rundum gelungenes Ende eines tollen Tages.

Doch uns sollte noch ein weiterer toller Tag bevorstehen. Am Montag, dem Tag vor dem ersten Mai, der auch in Italien ein Feiertag ist und den viele aufgrund eines Brückentages für ein verlängertes Wochenende nutzten, fuhren wir mit dem ÖPNV nach Perugia. Kaum verwunderlich, doch umso wundervoller, war auch hier Giovanna unsere Stadtführerin. Auch hier konnte sie uns interessante Tatsachen aus der älteren und jüngeren Geschichte der Stadt berichten, wie deren Zerstörung in der Antike bis hin zu dem Mordfall um die Hauptverdächtige Amerikanerin Amanda Knox. Hier nun wurden die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austauschs recht früh entlassen, um ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen zu frönen. Der Rest besuchte noch den etruskischen Brunnen an der Piazza Danti und das Nationalmuseum. Ein wunderbarer Tag, der gekrönt wurde durch ein gemeinsames PIZZAessen, ja richtig gelesen. Die große Gruppe fand Platz bei Antico Frantoio, einem großen Restaurant mit exzellenten Pizzen. Ein äußerst gelungener Tag.

Doch dann kam der Tag des Abschieds. Am Tag der Arbeit ging es sehr früh für uns in Richtung Flughafen Perugia. Wir wurden begleitet von Giovanna Brunelli, Rosella Picotti, Laura Zampagli, den drei zentralen Personen dieses Austauschs.

Auf diesem Weg danken wir allen, die diese Tage so toll gestaltet und organisiert haben. Es war wunderschön und hoch interessant und wir wünschen uns, dass die Partnerschaft mit Gubbio und der IIS Cassata Cattapone auch weiterhin Früchte trägt und weiterwächst und gedeiht und sich viele junge Herren und Damen bereit erklären, junge Menschen aus Gubbio bei sich aufzunehmen und sich trauen, in das Familienleben italienischer Familien einzutauchen. Es ist eine sehr wertvolle Erfahrung.

Und eine solche wirkt sicher auch den rechts-nationalen Tendenzen, die nicht nur die italienische, sondern auch die deutsche Politik verspürt klar entgegen. Wir sind alle Menschen, alle unterschiedlich, mit eigenen Vorstellungen und Traditionen, und wir können viel von einander und über einander lernen. Nutzen wir Europa, wie es jetzt ist, ohne Grenzen und frei und gleich.

Wenn ihr nun Interesse habt, dann sprecht uns an. Herr Holste und Frau Väth können euch weitere Informationen geben. Wir würden uns freuen. Artikel mit mehr Bildern als PDF

Eine Woche Europa pur

Europäische Verständigung ist auf vielen Ebenen eine schwierige Sache, aber eigentlich doch ganz einfach, wenn man am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist. Und dies waren in diesem Jahr auch die drei Teilnehmerinnen des EuropeShire School Camp Projekts. Gemeinsam mit Herrn Holste fuhren S. Matzer, M. Kirchner und J. Bannwarth in diesem Jahr nach Valkenswaard, NL.

Fünf Tage Internationalität. Fünf Tage zusammen mit einer türkischen, einer serbischen und einer großen belgischen Gruppe. Fünf Tage intensiver Arbeit in Sprachenworkshops, handlungsorientierten Workshops und vielen weiteren Aktivitäten. Und wieder einmal waren die Mentoren, die die einzelnen Gruppen betreuten ein wahres internationales Potpourri. Aus Slowenien, Irland, Australien, den USA und Deutschland kamen sie in dieser Woche. Sie kümmerten sich intensiv um die Teilnehmerinnen und animierten alle, diese Woche aktiv zu genießen.

Und die begleitenden Lehrerinnen? Die erkoren dann auch gleich, wie bereits im letzten Jahr die Aussage Make new friends als oberste Regel für die Woche in der Harba Lorifa Herberge. Und ich glaube, das hat für viele auch sehr gut funktioniert. Wir genossen es daher auch sehr, dass die ganz große Mehrheit so aktiv im Austausch miteinander war, und auch dass viele ihrer Neugier nachgaben und interessiert waren, an den anderen Teilnehmerinnen und deren Herkunft. Und auch wir Lehrerinnen tauschten uns aus. Über die unterschiedlichen Schulsysteme bis hin zu Kartenspielen, mit denen wir uns die Abende vertrieben, wenn wir nicht auch in die Aktivitäten der Teilnehmerinnen eingebunden wurden, wie z.B. beim Musik-Quiz, bei dem wir zugegebener Maßen nicht wirklich erfolgreich waren bei all der modernen Musik.

Ein wenig Kultur wurde uns allen auch noch geboten mit dem Tagesausflug nach Amsterdam. Leider fiel dieser buchstäblich ins Wasser, d.h. es regnete wirklich den ganzen Tag, was den Besuch dieser schönen Stadt etwas eintrübte. Nichtsdestoweniger ist diese Stadt immer einen Besuch wert mit ihren Grachten und den typischen Gebäuden und den vielen offenherzigen Niederländern. Dem Regen entflohen wir durch einen Besuch des Het Rembrandthuis. Ebenfalls wirklich einen Besuch wert.

Dankenswerterweise haben wir Lehrerinnen noch eine Schule vor Ort besuchen dürfen, die Scholengemeenschap Were Di. Ein niederländerischer Kollege führte uns durch die Schule und gab uns eine Menge an interessanter Informationen. Damit haben auch wir den Austausch intensiv genutzt.

Den gelungenen Abschluss der Woche machte die Talent-Show am Donnerstagabend. Zur Erklärung – jede Gruppe und der jeweilige Mentor suchen für die Talent-Show einen Beitrag, den sie aufführen werden. Das kann ein Lied, ein Tanz, ein Sketch oder ein anderer Beitrag sein. Und diese Beiträge werden in der ganzen Woche jeden Nachmittag geprobt, und das recht eifrig. Mit entsprechendem Erfolg, denn die Talent-Show war sehr sehenswert, kreativ und abwechslungsreich, sicher auch der Tatsache geschuldet, dass so viele unterschiedliche Charaktere und Kulturen gemeinsam an einem Projekt gearbeitet haben.

Naja und jede Sache, so schön sie auch sein mag, muss auch einmal ein Ende haben. Und das Projekt nahm sein Ende am Freitag. Es hieß dann aufräumen und Abschied nehmen. Die Reise ging wieder zurück nach Würzburg, und für die anderen nach Serbien, die Türkei und Belgien. Es war wieder einmal eine gute Woche und ich unterstütze die Idee zu 100 Prozent. Es wäre schön, wenn es solche Projekte häufiger gäbe, denn hier lernen und erleben die Teenager viel für die Zukunft. Und vielleicht haben sich schon jetzt einige Freundschaften entwickelt, die zu weiterem Austausch anregen.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Außerschulische Lernorte ermöglichen im Natur- und Umweltbereich sowie im Bereich des Globalen Lernens wertvolle Erfahrungen für ein ganzheitliches Verständnis. Ihr besonderer Wert liegt darin, dass praktische, konkrete und wirklichkeitsnahe Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen ermöglicht werden.
Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine Vielzahl nachhaltigkeitsrelevanter Angebote außerschulischer Träger aus. Die Organisationsformen und Angebote der unterschiedlichen Anbieter unterscheiden sich deutlich. Sie sprechen spezifische Zielgruppen an (z.B. Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen, Familien). Sie arbeiten mit vielfältigen Methoden und sind über das ganze Land verteilt.

Seit Februar 2012 ist die online- Datenbank für außerschulische Angebote im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Baden-Württemberg online. Ihr Name lautet:  "BNE-Kompass" für außerschulische BNE-Angebote

Hier werden laufend vielfältige Medien, E-Learning-Angebote, Projekte, Lernorte und Referent/innen von außerschulischen Bildungspartnern, die einen Beitrag zur Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten können, eingepflegt. Angeboten werden Materialien mit Bezug zu den Bildungsplänen in Baden-Württemberg. Dabei ist eine spezifische Suche nach Schultyp, Klasse und Themen möglich!
www.bne-kompass.de